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OERINDUR VERLAG |
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| MARLENE KRISPER | |||
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DIE AUTORIN
studierte Germanistik und Romanistik in Graz. Seit 1966 lebt sie mit ihrer Familie in Steyr. Sie unterrichtete Deutsch und Französisch am BG Werndlpark. Ihr Interesse gilt dem kulturellen Leben der Stadt Steyr, an dem sie sich auch aktiv beteiligt: als Veranstalterin von Lesungen und Literaturwettbewerben, als Verfasserin von Kulturberichten und literarischen Essays. |
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MARLENE KRISPER DORA DUNKL Eine Nacherzählung Verlag & Galerie Steyrdorf
"... Eine Frau in rotem Kleid mit schwarzem Hut geht durch die Enge Gasse, und jeder dreht sich nach ihr um. Eine große, stattliche Frau, die Lippen stark geschminkt, ein starkes Dekolleté mit Raffinesse gebändigt. Erhobenen Hauptes sieht sie über alle Menschen drüber."
Das Steyr der Nachkriegszeit brachte zwei Autorinnen hervor, die unterschiedlicher kaum hätten sein können: Marlen Haushofer und Dora Dunkl. Während Haushofer schüchtern und zurückgezogen lebte, konzentriert Buch um Buch schrieb und am Ende ihres relativ kurzen Lebens ein umfangreiches Werk veröffentlicht hatte, war Dora Dunkl das Gegenteil: eine extrovertierte Frau, die gern im Mittelpunkt stand, Publikum und Beifall brauchte, eine Schönheit, die in den Bann zog, eine Autorin, der innere Ruhe und Ausdauer fehlten, sodass sie nur wenig publizierte und für die große literarische Öffentlichkeit eine Unbekannte blieb.
Marlene Krisper, eine Steyrer
Germanistin, die mit Dunkl befreundet war, hat ihr nun eine Biografie
gewidmet, die nicht nüchtern Fakten um Fakten reiht, sondern versucht,
Dunkls Leben nachzuerzählen, Bilder entstehen zu lassen, sich der Literatin
literarisch zu nähern. Das Risiko, bei einem solchen Vorhaben zu scheitern,
ist hoch. Marlene Krisper zeichnet dieses schwierige, oft tragische und traurige, trotzdem bewundernswerte Frauenleben in 67 kurzen Kapiteln nach, zeigt den Mensch hinter den Posen, auf die sie von der Öffentlichkeit reduziert wurde. Sie lenkt den Blick weg vom Äußeren der "beeindruckenden Erscheinung", zeigt Dora Dunkl als Zweifelnde, als Leidende, als Verletzende, aber auch Verletzte, stellt immer wieder Beziehungen zu ihrem Werk her, sucht nach den Wurzeln ihrer Literatur. Krisper hat eifrig und akribisch recherchiert, Zeitgenossen befragt, Tagebücher und Briefwechsel studiert, die unveröffentlichte Literatur eingesehen. Herausgekommen ist ein feinfühliges, stilistisch hervorragendes Buch, das der Person Dora Dunkl gerecht wird. Peter Landerl |
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