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DER AUTOR

Adolf Holzschuster. Jahrgang 1930. Volks-, Haupt-, Berufsschule. Industriekaufmannslehre.Fabriks-, Gewerbe-, Handels-, Landarbeiter, in alphabetischer, nicht chronologischer Reihenfolge.

DER ILLUSTRATOR

Josef Preyer sen. Jahrgang 1911.Studium an der Kunstakademie Wien, bei Prof. Dachauer. Architekt.Gestorben 1981.Der Vater des Verlegers.

LESEPROBE

»Den Adolf hätte es schon nicht mehr geben dürfen«, sagte Vater in einem Gespräch mit Verwandten, nachdem Mutter nach langem Leiden, von dem ich anfangs nichts bemerkt hatte, im Alter von vierzig Jahren an Gebärmutterkrebs gestorben war.
Ich verdanke also mein Leben nicht nur der Liebe und der Lust meiner Eltern, sondern auch der katholischen Kirche, die bei einer Frau aus dem Volk im gebärfähigen Alter die operative Entfernung krebserkrankter Fortpflanzungsorgane erst zuließ, wenn der Eingriff zu spät kam und daher völlig nutzlos war.
An ihrem Todestag nahm Mutter das verabreichte Essen zu sich, ohne es – wie alle Tage zuvor – wieder von sich zu geben. Das sei ein gutes Zeichen, meinten die Nachbarn.
Nach ihrem Tod jedoch sagten sie, das mit dem Essen und dem Anschein einer Gesundung, trete bei allen Todkranken ein, kurz bevor sie von dieser Welt gingen. Diese Worte und die letzten Worte meiner Mutter an mich, dass wir bald wieder gemeinsam spazieren gehen würden, begleiten mich auch jetzt noch oft auf meinen Spaziergängen. Und hin und wieder habe ich das Gefühl, dass es wirklich so geschehen wird.